Unsere äußere Haltung hat Einfluss auf unsere innere. Ein geschmeidiger Schulter-Nacken Bereich fördert auch unsere mentale Entspannung und unsere Konzentration. Wenn wir uns äußerlich aufrichten, fühlt sich die innere Stimmung mit eingeladen. In diesem Video zeige ich Übungen, die den Schultergürtel wunderbar durchbluten und lockern. Viel Erfolg dabei!

Hier zeige ich noch eine weitere wichtige Übung für die Schultern:

https://at-fit.de/bewegliche-schultern-mehr-freiheit-im-alltag/

Zurzeit höre ich vermehrt Äußerungen wie:“Ich fühle mich niedergeschlagen, ohne konkret zu wissen warum“ oder „Ich kann nicht mehr einschlafen. Kaum, dass ich im Bett bin, springt mein Kopfkino an“ oder „Die politische und wirtschaftliche Lage schlägt mir auf den Magen“.

Die täglichen Schreckensmeldungen können uns leicht das Gefühl von überwältigt sein, vermitteln. Wenn wir die Nachrichten verfolgen, ist das kein Wunder, dass wir uns hilflos fühlen.

Der Begriff der „erlernten Hilflosigkeit“ prägte Martin Seligmann, nachdem er dieses Verhalten bei Tierversuchen festgestellt hatte. Die Hunde, die erlernt hatten, dass Sie keinen Einfluss auf schwierige Situationen haben, wurden auch in späteren Phasen nicht aktiv, als sie die Möglichkeit hatten, die Situation zu ändern.

Nach Angaben der American Psychological Association tritt erlernte Hilflosigkeit auf, wenn jemand wiederholt mit unkontrollierbaren, stressigen Situationen konfrontiert wird und dann keine Kontrolle ausübt, wenn diese verfügbar ist.31.05.2019

(According to the American Psychological Association, learned helplessness occurs when someone repeatedly faces uncontrollable, stressful situations, then does not exercise control when it becomes available.31.05.2019)

Was können wir in dem jetzigen Transformationsprozess unternehmen, um uns wieder mit Energie und Zuversicht zu versorgen? Wie können wir uns wieder bewusst werden, dass wir ausreichend Fähigkeiten und Kompetenzen besitzen, um handlungsfähig zu bleiben?

Hier nenne ich 6 Tipps, die uns dabei unterstützen, unsere Selbstwirksamkeit zu trainieren:

1. Rituale für den Start in den Tag/aus dem Tag. Rituale helfen uns dabei, Halt und Orientierung zu fühlen, egal wie chaotisch unsere äußere Welt gerade ist. Wir kommen aus dem Passivsein ins TUN. Wir werden pro aktiv, statt einfach nur zu reagieren.

Solche Rituale können zum Beispiel sein:

Morgenrituale:

  • Morgens das Bett machen
  • Eine Tasse Tee in Ruhe genießen, bevor das Tagwerk angegangen wird
  • Tagebuch schreiben
  • 5 Minuten Bewegung in der Küche wie zum Beispiel 5 Liegestütze, 10 Kniebeugen und 60 Sekunden Unterarmstütz.

Beispiele für Abendrituale:

  • Ein paar Entspannungsübungen genießen (z.B. Progressive Muskelentspannung oder Körperscan)
  • Ein Spaziergang durch die Natur 
  • Dankbarkeitsrituale
  • Inspirierende Bücher lesen

2. Momente der Wertschätzung, der Ehrfurcht in den Alltag bringen: All die Dinge oder Phänomene der Natur, die uns staunen lassen, wie z.B ein Sonnenuntergang, die Fülle der Blüten an einem Baum oder der Blick in ein Tal geben uns Kraft und Hoffnung.

Wenn wir uns erinnern, wie sensationell die Natur ist, ist es für uns leichter, unsere Probleme in einer anderen Perspektive zu sehen. Auch ein aufbauendes Gespräch für einem Freund/Kollegen, eine Meditation oder das regelmäßige Gebet können förderlich sein. 

Wir bekommen wieder ein Gefühl für die Dimension: Wir können nicht die Welt retten, aber jeder kann ein paar Menschen unterstützen. Für diese Menschen bedeutet es eine Menge. Jeder von uns kann einen Unterschied machen und aktiv werden. So können wir uns wieder wirkungsvoll fühlen.

3. Die Art, wie wir zu uns sprechen, überprüfen.

Wir erwarten in der Regel positive Ansprache von anderen Menschen und denken häufig nicht daran, wie wir selbst mit uns sprechen. Wenn ein guter Freund in einer misslichen Lage ist, würden wir ihn nie beschimpfen oder darin bestätigen, dass er versagt hat. Wir oft ist unsere Ansprache zu uns selbst ungnädig oder gar destruktiv? Verwenden wir für uns selbst die gleiche Sprache wie für den guten Freund.

In widrigen Phasen denken wir häufig:“Alles ist schlecht“. Das ist nicht korrekt. Genauso wie auch nicht alles gut ist.

Wenn wir uns bewusst machen, dass wir eine schlechte Nacht hatten und dünnhäutig am Folgetag sind, können wir diese eine Situation in Perspektive setzen und Abstand dazu gewinnen.

Dr. Ethan Cross (University of Michigan) gibt in seinen Büchern unter anderem diese Tipps:

  • Das nächste Mal, wenn Du einen negativen Gedanken hast, frage Dich, wie oft Du diese Situation schon erlebt hast. Wenn Du in einem beruflichen Projekt bist und Sorge hast, nicht gut genug zu sein, frage Dich, wie Dein letztes Projekt gelaufen ist. War Dein Chef wirklich unzufrieden mit Deiner Arbeit?
  • Selbst Talk: Sprich in der 3. Person zu Dir. Wir sind besser darin, anderen einen guten Rat zu geben. Statt “Ich bekomme das Projekt rechtzeitig fertiggestellt“, besser:“Anja, Du stellst das Projekt rechtzeitig fertig!“.

4. Mission /Vision für Dein Leben:

Was ist meine Bedeutung hier auf dem Planeten? Menschen mit Sinn im Leben sind mental stabiler, zeigt die Forschung. Frage Dich: Warum ist das bedeutungsvoll für Dich? Was LÄSST DICH MORGEN GERNE AUFSTEHEN?

Burkhard Bensmann hat seinen Büchern der Vision/Mission ein ganzes Feld gewidmet („Wirksam handeln durch Selbstführung). Er empfiehlt, dass die Vision/Mission spezifisch, umsetzbar und zielführend sein sollte.

5. Mentales Training wie Fitnesstraining in den Alltag integrieren. Wenn wir unsere Bauchmuskulatur regelmäßig trainieren, werden die Muskeln stärker. Genauso so können wir auch unsere Fähigkeit zum Entspannen und auch unsere Widerstandskraft trainieren. Regelmäßiges Training lässt diese Kompetenzen stärker werden. 

Wenn wir üben, Vertrauen zu haben in einer Situation, die wir nicht kontrollieren können, dann ist diese Gefühl des Vertrauens, der Selbstwirksamkeit immer bei uns. Mut und Neugier in eine unbekannte Situation zu bringen, hilft, diese zu leichter zu meistern.

6. Begrenze die negativen Nachrichten

Wir können innerhalb kürzester Zeit die Nachrichten in der ganzen Welt checken. Wir können nicht nur erfahren, was es Neues in der Nachbarschaft gibt, sondern auch in der Hauptstadt und in allen Ländern dieser Welt. Das kann sich überwältigend anfühlen. Deshalb mein Tipp: Wähle gezielt aus, welche Nachrichten Du konsumierst. 

Bestimme selbst, wann, wo und aus welcher Quelle Du welche Nachrichten konsumierst. Als Letztes am Abend lassen uns Schreckensnachrichten nicht gut schlafen und wir wachen mit negativen Gedanken auf. Morgens wollen wir aber nicht geschwächt, sondern gestärkt in den Tag starten. Auch die kritische Hinterfragung, aus welcher Quelle wir uns informieren, ist wichtig. Fernsehen ist nicht zum Reflektieren gedacht. Wenn wir hingegen lesen, können wir Pausen machen oder auch den Artikel stoppen. 

Die Zeitungen und Nachrichten haben viel mehr negative als positive Berichte. Suche ganz bewusst nach mutmachenden Artikeln.

Gerald Hüther plädiert in seinem Buch „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ dafür, wieder Langeweile ins Leben einzuladen. Er beschreibt, dass wir früher zum Beispiel bei Bahnfahrten einfach aus dem Fernster geschaut haben und unsere Gedanken einfach treiben konnten. Heute schauen wir die meiste Zeit auf unser Smartphone. Titus Dittmann („Vater der deutschen Skateboard-Szene“) sagt sogar, dass Langeweile die Quelle von Inspiration und Neuem sein kann. Wann hattest Du zuletzt ein Gefühl von Langeweile?

Wie können Teams in Unternehmen produktiv und zugleich zuversichtlich bleiben angesichts der Fülle an Schreckensnachrichten und vielfältigen Aufgaben? Wenn ich zurzeit mit den Mitarbeitern und Geschäftsführern in Firmen spreche, höre ich häufig, dass das normale Tagesgeschäft unter den zahlreichen Erschwernissen leidet: Materialmangel, Ausfall der Mitarbeiter durch Corona/-quarantäne oder die Sorgen um die Situation der Ukraine.

Trotz dieser Fülle an schwerwiegenden Themen wollen wir gesund und handlungsfähig bleiben. Hier gebe ich bewährte Tipps:

  • Der Berater und Buchautor Louis Lewitan empfiehlt als ersten Schritt:“ Akzeptieren sie die neue Realität“. Erkennen, dass jetzt eine Zeit der Ungewissheit ist, heißt aber nicht, dass wir hilflos unseren Emotionen ausgesetzt sind. Wir können aktiv werden.

Mein Tipp: Organisieren Sie mit der Geschäftsführung Hilfspakete: Sie können zum Beispiel zusammen Pakete packen oder für geflüchtete Kinder einen Ausflug vorbereiten. Vielleicht ist es möglich, zusammen etwas zu fertigen oder zu bauen, was Menschen in Not unterstützt.

  • Erprobte Rituale und Routinen beibehalten: Bestimmte Rhythmen und Routinen wie Teammeetings, Mitarbeitergespräche und Zielplanungen sollten beibehalten werden. Das gibt Sicherheit, hilft fokussieren und stärkt die Handlungsfähigkeit. Auch ist es wichtig, Erfolge sichtbar zu machen.
  • Die Mitarbeiter an ihre Selbstwirksamkeit erinnern: Wir können nur gesund bleiben, wenn wir auf der einen Seite aktiv und energiegeladen sind und auf der anderen Seite die Fähigkeit zum Entspannen beherrschen. Dafür helfen Methoden wie Yoga, Qigong oder auch ein Spaziergang durch den Wald. Bei Besprechungen ist es hilfreich, mit einer achtsamen Übung zu starten.

Mein Tipp: Testen Sie box breathing. Es ist einfach zu lernen, nimmt wenig Zeit in Anspruch und ist eine wirksame Methode, um sich zu fokussieren. Hier geht es zur Anleitung:https://at-fit.de/stress-reduzieren-mit-der-box-atemtechnik/

  • Nachrichten in Maßen konsumieren: Sich freizuhalten von allen News ist unmöglich, aber wir können selbst bestimmen, wann und welche Informationen wir „in uns lassen“. Morgens den Tag schon gleich mit Schreckensnachrichten zu beginnen, macht nicht wirklich Mut, aktiv zu werden. Das gilt auch für das Checken der sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook usw. Geben sie diesen Mitteilungen einen festen Platz und eine Zeitbegrenzung. Der Blogger David Cain empfiehlt, die Internetnutzung zu limitieren : „It is time to put the internet into a box in the basement“. Das gelingt vielleicht nicht immer, aber wann wir welche Nachrichten konsumieren, liegt an uns. Wählen Sie eine Tageszeit, die für Sie passt: Vielleicht ist es die 10.00 Uhr Kaffeepause. Oder Sie sprechen mit den Kollegen auf dem Weg zur Kantine über die neuesten Ereignisse. Auch ist es hilfreich, das Smartphone „zurück in eine Box oder eine Schublade zu legen“, um nicht ´mal eben schnell die Zeitungen zu lesen. Der Autor Jay Shetty legt alle seine elektronischen Geräte wie Smartphone und Laptop abends in sein Auto, um nicht Gefahr zum laufen, noch einmal darauf zu schauen.

Mein Tipp: Finden Sie Zeiten, wann Sie die News konsumieren und verweisen Sie dann das Smartphone oder Tablet zurück an seinen Platz (es ist nicht festgewachsen an Ihrer Hand…)

Was kann ich als Expertin für Achtsamkeit und Fitness Sie und Ihr Team unterstützen? Senden Sie mir gerne eine Mail an at@anja-termoellen.de oder rufen Sie mich an unter der 0172 2847960.

Am 10. März 2022 von 12.30-14.00 Uhr darf ich für die Koordinierungsstelle und Verbund Frau und Betrieb e. V. einen online Vortrag mit anschließender Fragerunde zum Thema „Mental und physisch gesund bleiben in herausfordernden Zeiten“ geben.

Ich freue mich auf den kreativen Austausch!

Hier geht es zu Anmeldung für die Unternehmen des Verbundes:

https://frau-und-betrieb-os.de/der-verbund-frau-und-betrieb-e-v-laedt-ein-zu-netzwerkmittagspause/

Die meisten denken bei gesunder Ernährung an Kalorienrestriktion. Die Autorin des Buchs „Food Story: Rewrite the way you eat, think and live“, Elise Museles empfiehlt, lieber an Wohlfühlen beim Essen zu denken, als an das Zählen der Kalorien. Dafür gibt sie ein paar leicht umsetzbare Tipps:

  • „Nehmen Sie jeden Monat eine kleine Veränderung vor“: Statt einer kompletten Ernährungsumstellung, die uns überfordert, schlägt sie vor, jeden Monat eine kleine Veränderung vorzunehmen. So können wir zum Beispiel im ersten Monat vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser trinken und im nächsten Monat jeder Mahlzeit Gemüse beifügen. Nach einem Jahr haben wir eine Menge gesunder Schritte etabliert, ohne von heute auf morgen alles komplett umzukrempeln. Wenn wir nach einem Jahr innehalten und die Fortschritte wahrnehmen, fällt es leichter, dabei zu bleiben.
  • Schalten Sie den Essenslärm aus“: Damit meint Museles all die vielen Tipps und Botschaften, die wir ständig in den Medien oder im Umfeld hören und lesen. Statt den neusten Diättrends zu folgen, rät die Autorin drauf zu achten, wie wir uns fühlen beim Verzehr bestimmter Lebensmittel. Welche geben uns Kraft und Energie?
  • „Nicht unter Stress essen“: Die Autorin regt an, vor den Mahlzeiten zu checken, ob wir gestresst, ängstlich oder gereizt sind. Dann sollen wir vor der Nahrungsaufnahme ein paar Atemzüge ausführen oder uns positiv affirmieren mit z.B.“Ich genieße diesen Moment“.
  • „Vermeiden Sie Multitasking während des Essens“: Das Essen genießen ohne gleichzeitig die Mails zu lesen. So merken wir eher, wann wir satt sind und das Essen beenden können.
  • „Ab in die Küche“: Das Essen selbst zubereiten – auch mit der Familie – ist eine großartige Möglichkeit, eine Verbindung zu dem Essen herzustellen und macht mit anderen zusammen gleich viel mehr Spaß.
  • „Checken Sie Ihre Gefühle“: Vor dem Essen prüfen, was die Motive der Nahrungsaufnahmen sind. Ist es Hunger, Langeweile, Anspannung? Indem wir uns diese Fragen zuerst beantworten, können wir danach leichter feststellen, ob wir wirklich hungrig sind.
  • Genießen ohne Schuldgefühle“: Das Stück Kuchen wirklich genießen, ohne uns hinterher schlecht zu fühlen. Die Vorfreude auf die besondere Speise zelebrieren, auf der Zunge zergehen lassen, ohne zu bereuen.

Meine persönlicher Tipps:

  • Überlege Dir bei jeder Mahlzeit, wie würdest Du einen guten Freund ernähren, so das er gesättigt, zufrieden und mit nährstoffreichen Mahlzeit versorgt ist?
  • Bei Heißhunger die Ablenkung suchen: Manchmal können wir statt des achtsamen Umgangs die Ablenkung nutzen: Wenn der Heißhunger nach dem Lieblingssnack nicht mit einer Portion gestillt ist, lenke Dich für ein paar Minuten ab und nimm´wahr, ob das Verlangen nach 15 Minuten Ablenkung verschwunden ist. Ablenkung kann z.B. ein Telefonat, 2-3 Sportübungen oder das Hören des Lieblingssongs sein. Oft ist das Bedürfnis noch mehr von dieser Speise zu verzehren, nach der Abwechslung verschwunden.
Himmel über Lanzarote, Kanaren

Burkhard Bensmann gibt in seinem aktuellen Podcast wertvolle Tipps, um mental fit zu bleiben. Die 10-minütige Episode „Das mentale Immunsystem stärken“ ist prall gefüllt mit alltagstauglichen Ratschlägen. Mit drei persönlichen Empfehlungen leiste ich einen Beitrag in dieser interessanten Folge.

Viel Vergnügen beim Hören!

Hier geht es zum Podcast:

https://ld21.de/sf166-mentales-immunsystem-staerken/

Der Anfang des Jahres ist für die meisten von uns bedeutend. Symbolisiert dieser Teil des Jahres die Zeit, in der die Motivation für das Etablieren neuer Gewohnheiten besonders hoch ist.

Trotz der besten Vorsätze und Motivation zeigen Studien immer wieder, dass die meisten Vorsätze bis Anfang Februar gescheitert sind. Mit Hilfe der richtigen Strategien, können die gewünschten Vorhaben dieses Jahr erfolgreich sein.

Hier nenne ich 4 Tipps, damit die Vorsätze in 2022 erfolgreich etabliert werden können:

  1. Routinen etablieren: Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Tagesablaufs. Wann wir aufstehen, was wir als ersten tun, wie wir unsere Arbeit verrichten und welche Speisen wir essen. Viele dieser Routinen sind nützlich, schließlich können wir nicht über jeden einzelnen Schritt, den wir auf den Boden setzen, nachdenken. Sonst wäre unsere gesamte Energie schon am Vormittag verbraucht. Diese vertrauten Angewohnheiten können wir für unsere Zielerreichung nutzen. Die Forschung hat herausgefunden, dass, wenn wir eine neue Routine an eine bereits Bestehende knüpfen, wir leichter durchhalten. Einige erfolgreiche Strategien meiner Kunden sind u.A.: morgens nach dem Zähneputzen, noch im Bad zwei Kräftigungsübungen ausführen. Ein anderer Kunde streckt und reckt den ganzen Körper jedes Mal, wenn er Tee kocht. Er nutzt die Zeit, die der Wasserkocher zum Erwärmen des Wassers benötigt, um sich zu lockern. Diese Menschen sind erfolgreich im Erreichen ihrer Ziele, nicht, weil sie mehr Motivation haben, sondern weil sie mit leicht umsetzbaren Methoden arbeiten. Das funktioniert übrigens auch mit Gruppen in Unternehmen: Eine Lockerungsübung am Anfang der Teambesprechung hilft dabei, eine gesunde Unternehmenskultur zu entwickeln. Das Signal:“Wir nehmen uns Zeit, für unser Wohlbefinden und um unsere Konzentration zu steigern“ zeigt den Beschäftigten, dass Gesunderhaltung am Arbeitsplatz erlaubt und gewünscht ist.
  2. Leichtigkeit in die Prozesse einbringen: Jede neue Verhaltensweise, die wir etablieren wollen, sollte leicht zu bewerkstelligen sein. Wenn unsere Motivation zu sinken beginnt (und das passiert oft schon Mitte Januar), schaffen wir es nur dann, das neue gewünschte Verhalten beizubehalten, wenn es leicht in unseren Alltag einfügbar ist. 5x die Woche eine Stunde Sport zu treiben, ist nicht immer machbar. Aber 3x die Woche zwei Übungen, deren Wirkung wir sofort fühlen, lassen sich leicht in wenigen Minuten ausführen.
  3. Das Ziel in mehrere kleine Etappenziele unterteilen und Belohnungssysteme anwenden: Oft erfordern unsere Ziele einen langen Atem, z.B. einen Marathonlauf durchzuhalten, Gewicht zu verlieren, eine neue Sprache erlernen. Solche Vorhaben beanspruchen eine sehr gute Planung und Durchhaltevermögen. Außerdem sollte jeder Etappensieg genossen und gefeiert werden. Wie fühlst es sich an, das erste Etappenziel zu erreichen (z.B. einen Kilometer ohne Pause zu laufen)? Halte inne, tritt innerlich zurück und beobachte, wie Du Dich fühlst. Feiere und genieße jedes Ziel.
  4. Sich selbst mit Wertschätzung behandeln: Oft sind wir ungeduldig und besonders streng mit uns selbst, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen. Oftmals verwenden wir dann eine besonders ungnädige Sprache für uns selbst. So wie wir mit uns selbst reden, würden wir nie zu einem guten Freund sprechen, wenn er bei einem Projekt strauchelt. Dabei ist das entscheidend für das Erreichen neuer Gewohnheiten: Sich selbst die gleiche Geduld und Wertschätzung entgegenbringen, die wir einem Anderen zollen.

Viel Erfolg und Freude beim Erreichen der Ziele in diesem Jahr!

Mehr wirksame Tipps zu diesem Thema gibt es in diesem Blogbeitrag von mir:

Employee health is more important than ever. The results of the AOK 2021 absenteeism report show that companies that are certified as having robust resilience by their employees also have healthier employees. Click here for the report:/https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/fehlzeiten-report/2021/

What makes a healthy company? Here I share 5 personal tips from my experiences with companies (national and international) over the last 18 months:

Keep health in mind throughout the year

Make sure that all employees are familiar of the measures available. New colleagues should also be included. Many colleagues are so absorbed in their work that they forget that there are appropriate interventions available in the workplace. Keep bringing these formats to their attention!

What time in your company is there space to take a breath and focus on health issues? When is the stressful time? How can everyone take care of themselves with short measures even in this special phase? What reminders of healthy actions can be easily incorporated so that employees can access them when needed? My clients have had good experiences with so-called „health agents“: these employees, trained by me, have the task of consistently bringing topics such as „healthy use of one’s own resources“ into the teams. These can be very down-to-earth exercises, such as starting every team meeting with a relaxing exercise.

Setting a good example

Leaders must know the existing tools and have tested them themselves. On the one hand, the managers should experience support themselves and on the other hand, they should set an example for their teams and take the teams with them. If we have learned one thing in these 18 months, it is that we should treat ourselves well. Find out what strengthens us and be patient with our vulnerabilities. Only when we take care of ourselves and are patient with ourselves can we develop understanding for others. Healthy culture in a company can only flourish if it is lived by everyone.

Encouraging small steps

Employees are in different stages of life. Now in the time of transition back to office/hybrid working even more so. Newly acquired routines such as sports before work or having lunch together with the family have to be reorganised. Meet your team members head on. Offer your teams different health programmes and find out together what is needed.

Address mental fitness

„Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ (Operating Instructions for a Human Brain) is the title of a book by Gerald Hüther. On the first page, the author asks why we get an instruction manual for every appliance like a washing machine, car or smartphone, but none for our complex brain. We seem to expect that our mental performance will already guide us properly through life. But here too, just as with a computer, operating errors can occur. Our brain also needs „maintenance“. Mindfulness exercises, for example, can serve this purpose.

Besides our own mental wellbeing , it is often the greatest challenge for us humans to ask for help. Signal that support is available. Connectedness within the team also strengthens mental resources. Another important lesson from the last 18 months is that emotional connectivity makes us stronger.

Self-scaling through appropriate measurement tools

Regularly put the existing health promotion measures and offers to the test: What is going well? What can be improved? What do we want to do differently? At the beginning of the implementation of programmes, determine at which intervals and with which instruments or steering groups the effectiveness will be reviewed. Using appropriate methods, colleagues can measure and record progress themselves.

If I can support you and your teams with tailor-made formats, I look forward to hearing from you at at@anja-termoellen.de.

Physisch und mental gesund zu bleiben, ist Arbeit, die sich lohnt! So wie wir unsere Körper trainieren, sollten wir auch unsere mentale Performance stärken. Seit Beginn der Pandemie berichten mir immer mehr Kunden und Teilnehmer von mentaler Erschöpfung. Dass die Tage oft so gefüllt sind, dass keine Zeit zum Luft holen ist.

Wie kann es uns gelingen, Pausen einzulegen, um erholt und gestärkt für die kommende Aufgaben zu sein? Folgende Fragen können dabei helfen, herauszufinden, ob wir eine Auszeit benötigen:

  • Wie fühle ich mich? Habe ich morgens Lust und Neugierde auf den Tag und meine Aufgaben?
  • Bin ich in Bestform?
  • Fühle ich mich ausgeruht genug für meine täglichen Anforderungen? Oder regiere ich dünnhäutig und gereizt auf mein Umfeld?
  • Kann ich leicht ein- und durchschlafen?
  • Esse ich ausreichend oder lasse ich Mahlzeiten ausfallen? Hole ich mir „schnelle Energie“ durch Snacks wie Schokolade, Kekse oder Ähnliches?
  • Schon kleine Tätigkeiten geben ein Gefühl von Überforderung.

Wenn Du dich dort auch wiederfindest, gib Dir eine Auszeit. Einen ganzen Tag freizunehmen, fällt oft schwer, da das schlechte Gewissen um die Ecke kommt. Deshalb empfehle ich, kurze Pausen zwischendurch einzulegen. Wenn Du denkst, dass auch dafür keine Zeit ist, mache Dir bewusst, dass Du nach wieder mehr Energie und Geduld für Deine Lieben und Deine Aufgaben hast.

  • Nutze die schöne Herbstsonne für einen kurzen Spaziergang in der Mittagszeit
  • Lese ein Kapitel in einem interessanten Buch oder höre ein paar Minuten einen inspirierenden Podcast (z.B.https://ld21.de/podcast/ von Burkhard Bensmann oder https://www.tenpercent.com/podcast von Dan Harris)
  • Führe ein Telefonat mit einem guten Freund
  • Lockere Deine Schultern oder den gesamten Rücken mit ein paar wirksamen Übungen. Hier geht es zu meiner Videoseite: https://at-fit.de/videos/
  • Genieße in Ruhe (Smartphone, Telefon und Mailbenachrichtigungen stumm schalten) ein leckeres und stärkendes Mittagsmahl
  • Denke ganz bewusst an ein schönes Erlebnis der letzten Zeit. Das kann eine wunderbare Urlaubserinnerung, ein gutes Gespräch mit Freunden oder ein unbeschwertes Familienessen sein. Versetze Dich in die Situation und nimm sie mit allen Sinnen wahr. Spüre, wie Deine Energiereserven sich wieder füllen.
  • Mit dem Einatmen die Schultern heben und mit dem Ausatmen senken, 10x. Nachspüren und die Haltung (die innere und die äußere) wahrnehmen.