Kennst Du das auch? Man möchte sich auf ein Projekt konzentrieren, tief versenken und – es klappt einfach nicht. Die Gedanken sind kaum einzufangen und hüpfen von einem Gedanken zum anderen. Wie kleine Äffchen sich von einem Ast zum anderen angeln. Wie kann es uns gelingen, wieder fokussiert zu arbeiten und alle anderen Themen ruhen zu lassen?

Jay Shetty, der Auto des Buchs “Think like a monk” teilt mit dem Leser seine sehr effektive Strategie: Er rät, den Kopf mit dem Körper zu verbinden. “Get out of your head”. Diese Methode arbeitet mit der Körperwahrnehmung. Sie führt die Aufmerksamkeit zu unseren Sinnen.

Dafür empfiehlt er diese “Anti-anxiety-technique 5-4-3-2-1”:

Finde

  • 5 Dinge oder Eindrücke, die Du sehen kannst. Benenne sie alle kurz nacheinander (kann auch stimmlos aufgezählt werden). Das kann ein Blatt am Baum, ein Bild an der Wand, Deine Schuhe, die Lampe an der Decke und eine Tasse sein.
  • 4 Dinge, die Du berühren kannst. Du kannst z.B. Deine Jacke, der Tisch, Dein Gesicht und ein Stift sein. Nimm die verschiedenen Texturen wahr.
  • 3 Dinge, die Du hören kannst. Vielleicht ist es ein herannahendes Auto, spielende Kinder und Deine eigenen Schritte auf dem Boden.
  • 2 Dinge, die Du riechen kannst. Das kann der frisch gebrühte Kaffee und der Duft des Shampoos, der noch im Haar wahrnehmbar ist, sein.
  • 1 Sache, die Du schmecken kannst. z.B. den Kaffee. Du kannst auch mit Deiner Vorstellung arbeiten, wenn nichts zur Hand ist. Wie schmeckt der erste Schluck Kaffee am Morgen?

Es ist in Ordnung, wenn die Reihenfolge oder auch die Anzahl verändert wird. Auch kann man eine Sache mehrfach nennen oder berühren. Oft reicht es schon, mit seiner Vorstellung zu arbeiten, ohne die Dinge zu berühren oder zu hören.

So hast Du Deinen Sinnen Aufmerksamkeit geschenkt und die gesamte Energie vom Kopf in den Körper geführt. Du kannst diese Methode fast überall durchführen. Danach fällt es wieder leichter, Dich auf die Arbeit zu konzentrieren oder auch bestimmte Gedanken loszulassen.

Testen kann man diese Form des “Loslassens” auch vorm Einschlafen.

Viel Erfolg beim Testen und Ausprobieren!

Eine ähnliche Technik hat auch die Therapeutin Yvonne Dolan entwickelt.