„Selbstvertrauen ist eine kleine Lampe in einem dunklen Tunnel. Es wird nicht alles auf einmal angezeigt, aber es gibt genug Licht für den nächsten Schritt…“ (Unbekannter Verfasser).

Kommen wir zum 3. Aspekt von Fitness: Mentale Stärke, Resilienz und Selbstakzeptanz:

Fitness heißt auch, Selbstvertrauen in sich und seine Fähigkeiten zu entwickeln. Sich seiner physischen und mentalen Stärke bewusst zu sein, hilft uns bei Herausforderungen Ruhe zu bewahren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Regelmäßiges Workout fördert unsere physische, aber unsere emotionale Stärke. Diesen Umstand können wir im Leistungssport immer wieder beobachten: Bei Fußballspielen kann man als Zuschauer wunderbar lernen, wie sich die manchmal sportliche schwächere Mannschaft besser motivieren und den Gegner besiegen kann. Es ist das eigene Selbstvertrauen, aber auch der soziale Zusammenhalt („Zusammen schaffen wir das“), der so manches Spiel entscheidet. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und auch die Gewissheit, die Mannschaftskollegen wissen was sie tun, entscheidet so über Sieg oder Verlust.
Was können wir tun, um diesen Aspekt von Fitness zu trainieren?

  • Regelmäßiges körperliches Training fördert die Disziplin und unsere emotionale Stärke.
  • Fokussieren Sie sich auf Ihre Stärken. In fordernden Zeiten schriftlich festhalten, was gut läuft und auch die kleinen Erfolge wahrnehmen.
  • Auf eine bewusste Körpersprache achten. Den Rücken aufrichten, die Schultern entspannen und sich selbst (natürlich auch den Mitmenschen) ein Lächeln schenken.
  • Eine positive Wortwahl und Sprache wählen. Statt „Ich dumme Nuss habe es versemmelt“ lieber „Beim nächsten Mal bin ich achtsamer“ auswählen.
  • Respektvoller und wertschätzender Umgang mit sich selbst und auch mit anderen. Wir können nicht alle Menschen mögen oder verstehen, aber wir können sie genauso akzeptieren wie uns selbst. Selbst wenn jemand grob oder verletzend mit uns umgeht, können wir bei unserem eigenen Wertekodex bleiben.
  • Nicht alles kann gelingen. Wenn wir lernen, Misserfolge als Teil des Weges zu sehen, stärkt uns das auch.
  • Öfter (jeden Tag?) seine Komfortzone verlassen. Sei es beim Sport oder bei der Arbeit, etwas wagen hilft uns unsere Resilienz zu verbessern.
  • Humor in den Alltag einbauen. Lachen entspannt!
  • Achtsamkeit regelmäßig praktizieren. Sagt sich ganz leicht und ist doch eine der größten Herausforderungen überhaupt. Unser Verstand liebt die Ablenkung und es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich ständig zu zerstreuen und sich nicht mit dem Hier uns Jetzt zu beschäftigen.

Dazu eine wirksame Übung, die unsere Geduld und Disziplin gleichermaßen fordert und fördert:
Sie brauchen 2- 5 Minuten der Ruhe ohne Ablenkung durch Menschen oder digitale Geräte.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Schließen Sie die Augen. Führen Sie Ihre gesamte Aufmerksamkeit zu Ihrer Atmung. Sie können den Atemfluss in den Nasenflügeln wahrnehmen oder spüren, wie die Atmung die Bauchdecke hebt und senkt. Nur das. Lassen Sie alle aufkommenden Gedanken, Gefühle oder Bilder einfach ziehen wie die Wolken am Himmel.
Nun führen Sie Ihre Aufmerksamkeit langsam durch den ganzen Körper. Fangen Sie bei den Füßen an. Nehmen Sie Gefühle wie Müdigkeit, Spannung, Unruhe, Wohlbefinden und Balance wahr.
Welche körperlichen Empfindungen erleben Sie?
Wenn Sie spüren, dass ein Bereich des Körpers an dem Tag besonders viel Aufmerksamkeit braucht, verweilen Sie dort einen Moment (Es kann eine Muskelgruppe, ein Gelenk oder auch ein Organ sein). Senden Sie dort Ihre ganze Aufmerksamkeit und auch den Atem hin. Danach kehren Sie ganz allmählich wieder zurück. Regelmäßig praktiziert können wir besser mit unserem Energielevel umgehen und nehmen Ungleichgewichte im Körper eher wahr.

Körperbewusstsein ist eine Grundlage für Wohlbefinden und Gesundheit. Wir sind weniger anfällig für Krankheiten oder Stress. Ein wichtiger Baustein von Fitness. Das regelmäßige nach Innenschauen hilft bestimmte Verhaltensmuster zu ändern und so selbst die Dinge in den Händen zu halten.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!