Der Anfang des Jahres ist für die meisten von uns bedeutend. Symbolisiert dieser Teil des Jahres die Zeit, in der die Motivation für das Etablieren neuer Gewohnheiten besonders hoch ist.

Trotz der besten Vorsätze und Motivation zeigen Studien immer wieder, dass die meisten Vorsätze bis Anfang Februar gescheitert sind. Mit Hilfe der richtigen Strategien, können die gewünschten Vorhaben dieses Jahr erfolgreich sein.

Hier nenne ich 4 Tipps, damit die Vorsätze in 2022 erfolgreich etabliert werden können:

  1. Routinen etablieren: Gewohnheiten bestimmen einen Großteil unseres Tagesablaufs. Wann wir aufstehen, was wir als ersten tun, wie wir unsere Arbeit verrichten und welche Speisen wir essen. Viele dieser Routinen sind nützlich, schließlich können wir nicht über jeden einzelnen Schritt, den wir auf den Boden setzen, nachdenken. Sonst wäre unsere gesamte Energie schon am Vormittag verbraucht. Diese vertrauten Angewohnheiten können wir für unsere Zielerreichung nutzen. Die Forschung hat herausgefunden, dass, wenn wir eine neue Routine an eine bereits Bestehende knüpfen, wir leichter durchhalten. Einige erfolgreiche Strategien meiner Kunden sind u.A.: morgens nach dem Zähneputzen, noch im Bad zwei Kräftigungsübungen ausführen. Ein anderer Kunde streckt und reckt den ganzen Körper jedes Mal, wenn er Tee kocht. Er nutzt die Zeit, die der Wasserkocher zum Erwärmen des Wassers benötigt, um sich zu lockern. Diese Menschen sind erfolgreich im Erreichen ihrer Ziele, nicht, weil sie mehr Motivation haben, sondern weil sie mit leicht umsetzbaren Methoden arbeiten. Das funktioniert übrigens auch mit Gruppen in Unternehmen: Eine Lockerungsübung am Anfang der Teambesprechung hilft dabei, eine gesunde Unternehmenskultur zu entwickeln. Das Signal:“Wir nehmen uns Zeit, für unser Wohlbefinden und um unsere Konzentration zu steigern“ zeigt den Beschäftigten, dass Gesunderhaltung am Arbeitsplatz erlaubt und gewünscht ist.
  2. Leichtigkeit in die Prozesse einbringen: Jede neue Verhaltensweise, die wir etablieren wollen, sollte leicht zu bewerkstelligen sein. Wenn unsere Motivation zu sinken beginnt (und das passiert oft schon Mitte Januar), schaffen wir es nur dann, das neue gewünschte Verhalten beizubehalten, wenn es leicht in unseren Alltag einfügbar ist. 5x die Woche eine Stunde Sport zu treiben, ist nicht immer machbar. Aber 3x die Woche zwei Übungen, deren Wirkung wir sofort fühlen, lassen sich leicht in wenigen Minuten ausführen.
  3. Das Ziel in mehrere kleine Etappenziele unterteilen und Belohnungssysteme anwenden: Oft erfordern unsere Ziele einen langen Atem, z.B. einen Marathonlauf durchzuhalten, Gewicht zu verlieren, eine neue Sprache erlernen. Solche Vorhaben beanspruchen eine sehr gute Planung und Durchhaltevermögen. Außerdem sollte jeder Etappensieg genossen und gefeiert werden. Wie fühlst es sich an, das erste Etappenziel zu erreichen (z.B. einen Kilometer ohne Pause zu laufen)? Halte inne, tritt innerlich zurück und beobachte, wie Du Dich fühlst. Feiere und genieße jedes Ziel.
  4. Sich selbst mit Wertschätzung behandeln: Oft sind wir ungeduldig und besonders streng mit uns selbst, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen. Oftmals verwenden wir dann eine besonders ungnädige Sprache für uns selbst. So wie wir mit uns selbst reden, würden wir nie zu einem guten Freund sprechen, wenn er bei einem Projekt strauchelt. Dabei ist das entscheidend für das Erreichen neuer Gewohnheiten: Sich selbst die gleiche Geduld und Wertschätzung entgegenbringen, die wir einem Anderen zollen.

Viel Erfolg und Freude beim Erreichen der Ziele in diesem Jahr!

Mehr wirksame Tipps zu diesem Thema gibt es in diesem Blogbeitrag von mir: